Selbstführung: Führung beginnt bei dir

Du führst ein Unternehmen mit System. Die Frage ist: Führst du dich selbst genauso bewusst?

Von Markus Schertler · Ex-CEO und Mentor ·

Kurz beantwortet

Selbstführung heißt, den eigenen Zustand genauso bewusst zu führen wie das eigene Unternehmen: Energie, Aufmerksamkeit und Emotionen mit System statt dem Zufall zu überlassen. Sie ist die Basis jeder Führung, denn der Zustand eines Leaders überträgt sich auf das ganze Team. Markus Schertler begleitet Unternehmer als Mentor genau dabei.

Kaum ein Unternehmer würde sein Unternehmen ohne Zahlen, Rhythmen und klare Verantwortung führen. Aber genau so führen die meisten sich selbst: ohne Kennzahlen, ohne Rhythmus, ohne Plan. Der Kalender ist durchgetaktet, der eigene Zustand ist Zufall. Das geht lange gut. Und dann nicht mehr.

Du würdest dein Unternehmen nie so führen, wie du dich selbst führst.

Was Selbstführung wirklich heißt

Selbstführung ist keine Selbstoptimierung. Es geht nicht um die perfekte Morgenroutine, die zehnte App oder noch mehr Disziplin. Es geht um etwas Grundsätzlicheres: die Verantwortung für den eigenen Zustand zu übernehmen, statt ihn den Umständen zu überlassen.

Ein Leader, der sich selbst führt, weiß zu jedem Zeitpunkt: Wie voll ist mein Tank? Woran arbeite ich gerade wirklich? Und aus welchem Zustand heraus treffe ich diese Entscheidung? Das klingt einfach. Es ist die härteste Führungsaufgabe, die es gibt, weil niemand sie delegieren kann.

Die drei Ebenen der Selbstführung

In meiner Arbeit mit Unternehmern hat sich eine klare Struktur bewährt. Selbstführung findet auf drei Ebenen statt, und sie funktionieren nur als ein System:

Warum dein Zustand dein Team führt

Hier wird Selbstführung vom persönlichen Thema zum Führungsinstrument: Dein Zustand überträgt sich. Immer. Ein getriebener, erschöpfter Chef erzeugt ein getriebenes, nervöses Umfeld, ganz egal, wie ruhig seine Worte sind. Menschen lesen Zustand schneller als Inhalt. Das ist messbar: Laut Gallup berichten Beschäftigte unter schlechter Führung fast 60 Prozent häufiger von starkem Stress als Menschen in gut geführten Teams.

Das heißt umgekehrt: Die wirksamste Investition in deine Führungskultur bist du selbst. Ein präsenter, klarer, körperlich starker Leader verändert einen Raum, bevor er das erste Wort sagt. Genau das meint der Satz, der über meiner Arbeit steht: Deine Kraft als Leader ist dein wichtigstes Asset.

Führe dich wie dein Unternehmen: drei Prinzipien

Das Handwerk der Selbstführung ist dasselbe wie das Handwerk der Unternehmensführung. Du kennst es längst, du wendest es nur nicht auf dich an:

Wie eng Selbstführung und Energie zusammenhängen, habe ich im Artikel Energie als Führungsressource beschrieben: Wer seine Energie nicht führt, kann sich nicht führen, und umgekehrt.

Der blinde Fleck der Erfahrenen

Die größte Hürde bei der Selbstführung ist ausgerechnet Erfahrung. Wer 20 oder 30 Jahre erfolgreich geliefert hat, hat gelernt, sich zu übergehen: Signale wegdrücken, durchziehen, funktionieren. Diese Fähigkeit hat dich weit gebracht. Und sie ist genau das, was dich jetzt Kraft kostet.

Deshalb scheitert Selbstführung selten am Wissen. Sie scheitert daran, dass niemand da ist, der die Muster von außen sieht und benennen darf. Genau dafür gibt es Mentoring auf Augenhöhe: nicht Theorie, sondern jemand, der den Weg selbst gegangen ist und dich als ganze Person sieht, als Leader, als Mensch.

Bereit, dich selbst zu führen?

Der erste konkrete Schritt ist das kostenlose Videotraining. Ich zeige dir, wie Unternehmer ihre Kraft zurückholen und sich selbst führen wie ihr Unternehmen.

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Häufige Fragen zur Selbstführung

Was ist Selbstführung?

Selbstführung heißt, den eigenen Zustand genauso bewusst zu führen wie das eigene Unternehmen: Energie, Aufmerksamkeit und Emotionen mit System statt dem Zufall zu überlassen. Sie umfasst drei Ebenen, Körper, Kopf und Gefühl, und ist die Grundlage dafür, andere Menschen wirksam zu führen.

Warum ist Selbstführung für Führungskräfte so wichtig?

Weil sich der Zustand eines Leaders auf das ganze Team überträgt. Ein erschöpfter, getriebener Chef erzeugt ein erschöpftes, getriebenes Umfeld, unabhängig davon, was er sagt. Selbstführung ist deshalb keine Privatsache, sondern ein Führungsinstrument mit direkter Wirkung auf Entscheidungen, Kultur und Ergebnisse.

Wie lerne ich Selbstführung?

Wie jede Führungsdisziplin: mit Kennzahlen, Rhythmen und Verantwortung. Konkret heißt das, den eigenen Zustand täglich ehrlich zu prüfen, feste Rhythmen für Training, Erholung und Reflexion zu installieren und sich Begleitung auf Augenhöhe zu holen. Ein strukturierter Einstieg ist das kostenlose Videotraining.

Markus Schertler
Markus Schertler
Markus Schertler ist Mentor und Master Coach für Unternehmer, CEOs und Führungskräfte, mehrfach ausgezeichneter Keynote-Speaker und Hybrid Athlet mit 47. 15 Jahre Vertrieb und Führung als Unternehmer und CEO, 20 Jahre Leistungssport, Vater und Gründer der Alphas mit Herz Academy. Er begleitet Leader in ihre kraftvollste Version. Als Mann, als Leader, als Vater.